Archive for the 'Wirtschaft' Category

Elektronik-Fertigung Deutschland

Written by weblog2 on Wednesday, February 17th, 2010 in Wirtschaft.

Trotz hoher Kompetenz sehen deutsche Elektronik-Fertiger keine Chance, an den ‘echten’ Massenmärkten teilzunehmen.

“Billige Massenserien von Consumer-Elektronik werden angesichts ostasiatischer Konkurrenz in Deutschland nicht zu realisieren sein”, berichtet Wolfgang Peter, Geschäftsführer von Vierling Production der Wirtschaftszeitung Produktion.

Der Trend, Elektronik-Fertigung an EMS-Anbieter (Electronic Manufacturing Services) auszulagern, hält zwar an: Während der Welt-Elektromarkt in 2008 um drei Prozent anwuchs, konnten die EMS-Anbieter ihre Umsätze um 12,5 % steigern.

“Die Elektronik-Industrie im Gesamten ist für Deutschland enorm wichtig, weil es eine der beschäftigungsintensivsten Branchen und zugleich Schrittmacher für viele Produkte in der Industrie ist”, betont Prof. Dr.-Ing. Eberhard Abele von der TU Darmstadt Produktion gegenüber. Auf dem Weltmarkt aber spielen deutsche Anbieter eine untergeordnete Rolle.

In erster Linie fertigen asiatische EMS-Anbieter hohe Stückzahlen für große OEM-Konzerne, während in Deutschland kleine und mittlere, technisch komplexe Serien produziert werden. “Wir konzentrieren uns auf die Fertigung hochwertiger Baugruppen in kleinen und mittleren Losgrößen”, bestätigt Peter. Laut Professor Abele genügen diese Nischen auf Dauer nicht: “Um langfristig wieder marktführend auch auf Massenmärkten zu werden, muss dringend überlegt werden, was hier getan werden kann. Welche Endprodukte können wir hier entwickeln und in großer Stückzahl fertigen, um neue Arbeitsplätze zu schaffen?”

Dafür sieht Peter wenig Chancen: “Überkapazitäten und zunehmender Preisdruck bei wenig anspruchsvollen Fertigungsprojekten kennzeichnen die EMS-Branche. Verstärkt wird dies durch preisaggressive Anbieter aus den Billiglohnländern.”

Große Zweifel hegt auch Randall Sherman, Geschäftsführer des Marktforschungsinstituts New Venture Research: “Nicht-asiatische Anbieter haben Chancen vor allem bei kleinen bis mittleren Losgrößen mit hoher Produkt-Varianz. Massenware wie Handys, Notebooks und Consumer Electronics bleiben aller Voraussicht nach sowohl aus Kostengründen als auch aufgrund ihrer Lieferketten in Asien.”

Otto kauft Quelle-Marke

Written by weblog2 on Thursday, November 5th, 2009 in Wirtschaft.

Die Hamburger Otto Gruppe hat sich in einem Bieterverfahren alle Anteile an Quelle Russland und die Rechte an der Marke “Quelle” gesichert.

Ein entsprechender Kaufvertrag wurde nach Zustimmung des Gläubigerausschusses der Unternehmen der Arcandor-Gruppe unterzeichnet. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Im Zuge dieses Kaufvertrags verstärkt sich die Otto Group mit dem Kauf von Quelle Russland auf dem attraktiven Wachstumsmarkt, den Quelle sich vor 20 Jahren als erstes Versandhaus aus Deutschland erschlossen hatte. Mittlerweile verfügt Quelle Russland über eine überdurchschnittlich gut verdienende, junge Stammkundschaft. Bei Quelle Russland sind 280 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Bis spätestens zum 31. Dezember 2009 wird das Logistikzentrum in Leipzig die Lagerhaltung für die russische Versandtochter aufrecht erhalten.

Des Weiteren konnte sich die Otto Group bei der Verwertung der von Quelle Deutschland gehaltenen Markenrechte an Quelle und etlichen Handelsmarken mit dem besten Angebot gegen zahlreiche Konkurrenten durchsetzen. Die Markenrechte gehen so bald als möglich nach Prüfung durch die Kartellbehörden auf die Otto Gruppe über. Der Kaufvertrag umfasst nicht die Marken Küchen Quelle und Foto-Quelle.

Von diesem Vertrag mit der Otto Group unberührt ist auch der Firmenverkauf des Kundendienstes Profectis, der Call Center oder des Home Shopping Kanals HSE 24. Für diese Gesellschaften werden die Gespräche, die in der vergangenen Woche begonnen haben, durch die Insolvenzverwaltung weiter geführt und sollen so zügig wie möglich erfolgreich abgeschlossen werden.

CeBIT 2010

Written by weblog2 on Wednesday, October 21st, 2009 in Wirtschaft.

Kurze Wege, bessere Erreichbarkeit: Das Fachhandelszentrum Planet Reseller zieht zur CeBIT 2010 in die Hallen 14/15 und rückt damit ins Zentrum des Messegeschehens. Neu ist auch das integrierte Conference Center mit Workshops und Schulungen.

Zahlreiche Neuaussteller aus allen für den ITK-Fachhandel wichtigen Themenbereichen haben sich bereits für den Planet Reseller 2010 angemeldet. So ist unter anderem Fujitsu Technology Solutions (ehemals FSC) dabei. Just Rams und Chips & More präsentieren das Trendthema Mobile Storage. Erstmals vertreten sind GSD Remarketing, die dem Fachhandel aufzeigen, wie mit Used IT höhere Margen realisiert werden können. Neuaussteller im Planet sind auch Globo-Service, Municall und Paragon sowie der Distributor Wave Computersysteme.

Im neuen Conference Center können Aussteller des Planet Reseller dem Fachhandel in Workshops und Schulungen neue Technologien und Produkte vorstellen und über aktuelle Branchenfragen diskutieren.

Das Thema Digital Signage zum Beispiel gewinnt für den ITK-Fachhandel zunehmend an Bedeutung und nimmt auf der kommenden CeBIT größeren Raum ein. Speziell zu diesem Marktsegment präsentiert Invidis Consulting im Planet Reseller exklusive Marktanalysen und Workshops für Fachhändler. Aussteller aus dem Bereich Digital Signage sind sowohl im Planet Reseller als auch im direkten Umfeld vertreten.

Im “Gläsernen Studio” der Fachzeitschrift Computer Reseller News werden stündlich Live-Interviews und Diskussionen mit Branchenprofis durchgeführt. Hier sind Zuschauer herzlich willkommen. Wer die Gespräche nicht live verfolgen kann, hat die Möglichkeit, die Interviews auf den Bildschirmen im Planet Reseller zu sehen. Außerdem werden Im “Gläsernen Studio” die Produkt-Highlights des Fachhändlerzentrums präsentiert und attraktive Preise vergeben.

Der speziell für den Fachhandel konzipierte Planet Reseller wurde 2003 erstmals im Rahmen der CeBIT veranstaltet und hat sich mittlerweile zum bedeutendsten internationalen Handelszentrum für Distributoren, Hersteller, Systemhäuser, Kooperationen und Branchenverbände entwickelt. Das Angebot deckt nahezu den gesamten IT-, TK- und CE-Channel ab. Der Zutritt zum Planet Reseller ist ausschließlich Fachhändlern, Ausstellern und Medienvertretern vorbehalten.

Die CeBIT 2010 in Hannover findet statt von Dienstag, den 2. März bis Samstag, den 6. März 2010. Weitere Informationen unter cebit.de

Finanzkrise – Vertrauen in Banken gesunken

Written by weblog2 on Monday, January 12th, 2009 in Wirtschaft.

Vertrauen in Banken unter den vermögenden Anlegern schlecht wie nie – Anlageverhalten ändert sich erkennbar – Vertrauensverlust bei Landesbanken am größten/Anlageverhalten ändert sich

64 Prozent der Spitzenverdiener haben kein Vertrauen mehr in die Banken. Von 41 Bankinstituten haben 30 an Vertrauen bei den Anlegern eingebüßt. Dies belegt die aktuelle Studienwelle des German Wealth Monitors (GWM) des Instituts für Markencontrolling BrandControl. Die vermögenden Anleger ziehen erste Konsequenzen: Jeder Vierte von ihnen gibt an, aufgrund der Finanzkrise sein Anlageverhalten ändern zu wollen.

Im Vergleich zum Vorjahr ist der Anteil der Befragten, deren persönliches Vertrauen in die Banken “sehr erschüttert” bis “etwas erschüttert” ist, von 43 auf 64 Prozent gestiegen. “Dieser enorme Vertrauensverlust lässt sich klar auf die mangelhafte Kommunikation der Banken in der Krise zurückführen. Es liegt nun an den Instituten, dieses Vertrauen mit gezielten Kommunikationsmaßnahmen wieder aufzubauen”, kommentiert Dr. Harald Jossé, Geschäftsführer BrandControl, das Ergebnis.

Der Vertrauensverlust fällt besonders hoch für die deutschen Landesbanken aus. Auf einer Skala von 1 für “volles Vertrauen” bis 9 für “gar kein Vertrauen” erreicht die Sachsen Bank mit einem Durchschnitt von 5,8 den schlechtesten Vertrauenswert. Bei den vier deutschen Großbanken stürzt die Hypo Vereinsbank von 4,1 auf durchschnittlich 4,7 Punkte ab. Auch die Dresdner Bank verliert: Das Vertrauen fällt um 0,3 Punkte auf 4,3. “Dies ist zurückzuführen auf die negative Berichterstattung über diese Banken in der Presse. Wenn die Darstellung der Banken in den Medien wieder positiv ist, kann auch das Vertrauen zurückgewonnen werden”, so ein Analyst von BrandControl. Bei den kleineren deutschen Privatbanken und den ausländischen Banken weisen vor allem die Quirin Bank mit 5,2 Punkten und die Fortis Bank mit 5,1 Punkten auffällig schlechte Werte auf.

Das größte Vertrauen setzen die vermögenden Anleger nach wie vor in die Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken. Mit Vertrauenswerten von 3,2 bzw. 3,1 Punkten setzen sich diese deutlich von den anderen Instituten ab.

Die Spitzenverdiener reagieren: Ihr Anlageverhalten ändert sich. Der Anteil an gehaltenen Aktien und Wertpapieren geht von 60 auf knapp 50 Prozent zurück. Sichere Geldanlagen werden gegenüber risikoreicheren und renditeträchtigeren Anlagen bevorzugt. Im Vergleich zum Vorjahr sind diese Anteile von 31 auf 41 Prozent gestiegen. Zudem verwalten vermögende Anleger ihr Geld zunehmend selbst. Fast 37 Prozent von ihnen verzichten auf den Rat von Fachleuten. Dies entspricht einem Anstieg von knapp 10 Prozentpunkten. “Die Banken sollten auf die neuen Kundenbedürfnisse, wie erhöhte Sicherheit, mit einer transparenten und aufrichtigen Kommunikation eingehen. Nur so können sie sich vor den negativen Folgen der Finanzkrise schützen”, stellt Jossé fest.

Die aktuellen Analysedaten von BrandControl ermöglichen den Banken Lösungsansätze zu entwickeln, um das verlorene Vertrauen der Anleger wieder aufzubauen. Die Studie deckt Schwachstellen in der Kommunikation der Banken auf. Gemeinsam mit ihren Werbe- und PR-Agenturen können Banken diese beheben, sich langfristig neue Ziele setzen und deren Realisierung anhand der GWM-Daten kontinuierlich überprüfen.

Das Frankfurter Institut für Marketingcontrolling BrandControl befragt seit August 2006 zweimal jährlich 1000 Spitzenverdiener der Top drei Prozent der Einkommenspyramide, die über mindestens 100.000 Euro Jahreseinkommen verfügen und damit zur Zielgruppe des Private Banking und Wealth Management zählen. Neben dem Anlageverhalten und der Mediennutzung dieser Personen werden vor allem die Einstellungen zu den Banken, deren Reputation und das Vertrauen der Anleger in die verschiedenen Institute erfasst.

Die BrandControl GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main wurde 1993 gegründet und ist das einzige Institut in Deutschland, das sich auf das Controlling von Marken und Markenkommunikation spezialisiert hat. Das Institut unterstützt Unternehmen dabei, die Erfolge ihrer Marketingstrategien zu analysieren, zu optimieren und die Markenwerte zu steigern.

Photo und Imaging – weiterhin auf Wachstumskurs

Written by weblog2 on Thursday, March 13th, 2008 in Wirtschaft.

Die Photo- und Imagingbranche verzeichnet, wie der Photoindustrie-Verband und die GfK bekanntgaben, auch für 2007 wieder Wachstum beim Absatz ihrer wichtigsten Produktsegmente.

“Motor dieser anhaltend positiven Entwicklung ist, neben der ungebrochenen Nachfrage nach kompakten Digitalkameras und digitalen Spiegelreflexkameras, das daraus resultierende Zubehörgeschäft mit Objektiven, Phototaschen, Stativen und Software sowie der Verkauf von digitalen Bilderrahmen, individuell gestalteten Photobüchern, Multifunktionsgeräten und vielem mehr”, betont Helmut Rupsch, Vorsitzender des Photoindustrie-Verbandes, Frankfurt am Main.

In Deutschland wurden mit 8,8 Millionen Stück noch nie so viele Kameras verkauft wie 2007. Damit konnte das Ergebnis um 5,1 Prozent zum Vorjahr gesteigert werden. Dominiert wird der Kameramarkt inzwischen eindeutig von Digitalkameras mit insgesamt 8,55 Millionen verkauften Stück und einem Plus gegenüber dem Vorjahr von annähernd neun Prozent. Vergleicht man den Absatz mit dem Abverkauf von Kameras von vor 10 Jahren, so wurden 2007 doppelt so viele Kameras verkauft wie damals. Schon jetzt gehen der Photoindustrie-Verband und die GfK davon aus, dass die Nachfrage nach Kameras trotz einer Marktsättigung von über 50 Prozent auch 2008 weiter steigen wird. Verbraucher wünschen immer wieder das neueste Modell. Zudem wird die photokina 2008 vom 23. bis 28. September in Köln mit ihren Trends von morgen für weiteres Wachstum in diesem und im kommenden Jahr sorgen. Die Branche steht an der Schwelle zu neun Millionen verkauften Kameras. Mit einer Wachstumsrate von 31 Prozent gehört der Spiegelreflexkamera-Markt zu den besonders erfreulichen Segmenten von Photo und Imaging. 715.000 Spiegelreflexkameras wurden 2007 verkauft, davon 690.000 digitale. Im Vorjahr waren es noch 500.000 DSLRs.

Die überaus positive Entwicklung im Segment Spiegelreflexkameras hat direkten Einfluss auf das Zubehörgeschäft, vor allem mit Wechselobjektiven, deren Verkaufsmenge 2007 im Vergleich zum Vorjahr um 35 Prozent auf 880.000 Stück gestiegen ist. Auch das Interesse an Blitzgeräten mit 166.000 Stück (einem Plus von 23 Prozent) sowie Phototaschen mit annähernd vier Millionen Stück (einem Plus von rund 37 Prozent) liegt deutlich über dem Vorjahr.

“Die digitale Technik hat die Karten neu gemischt und damit das Photographieren nachhaltig neu belebt”, kommentiert der Vorsitzende des Photoindustrie-Verbandes die Daten zur Marktentwicklung. Alleine in Deutschland steht dahinter ein consumer- und profiorientierter Gesamtmarkt mit einem Volumen von weit über zehn Milliarden Euro, wobei rund 65 bis 70 Prozent auf den consumernahen Bereich von Photo und Imaging entfallen dürften.

Weitere Ausführungen zum Photo- und Imaging-Markt unter photoindustrie-verband.de



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